Unser Haltungssystem richtig verstehen lernen

Behandlungsbeispiel dokumentiert mit dem Haltungsanalysesystem corpus-concepts   

Hierzu ein interessanter Patientenfall, der sehr schön die Konzepte Bricots belegt wie die wechselseitige Abhängigkeit der einzelnen Rezeptoren untereinander, die Summation der Rezeptoren, die Fixierung der Störung(en) und die Anpassung der Körperhaltung an die jeweilige Rezeptorstörung (Konzept des Körperschemas).(siehe auch Beispiel von Dr. Fimiani)

Anamnese: 
40 jähriger Rechtshänder mit therapieresistenter Lumboischalgie rechts über ein ¾ Jahr. Posturologische Behandlung seit ca. 2 Jahren mit unregelmäßigen Nachkontrollen. Subjektive Beschwerden zur Zeit: Der Patient hat nur noch unter starker Belastung (beruflich bedingte körperliche Arbeit) mal leichte Beschwerden, die jedoch schnell abklingen.

Die 5. Haltungskontrolle erfolgte diesmal erstmalig mit der corpus concepts- Analyse:
Bild 1 die gestörten Rezeptoren :

 Asymmetrische Konvergenz linkes Auge

 asymmetrischer Fehlbiss (Bissklasse III) und asymmetrische Valgusfüße (Mischfüße), die sich an die Augenrezeptorstörung und an Schuhe mit Fußbett angepasst haben.In den letzten Jahren entwickelten sich die Füße zu aktiv kompensierenden Varusknickfüßen , die sich zunehmend an den asymmetrischen Fehlbiss mit Bruxismus (Zähneknirschen) anpassen mussten.

Bei der 1. Kontrolle 6 Monate nach Therapiebeginn zeigten sich noch 

 deutlichere asymmetrische Valgusfüße.

 
Bild 2 in der Sagittalebene Lateral habituell ohne und mit Versorgung:


Interpretation des Messergebnisses: Körperrückverlagerung zum Lot, entspannt Rückenmuskulatur.Unter der Versorgung hat der Patient jetzt einen normalen Haltungsindex. Durch die Zunahme des Rumpfwinkels und der Oberkörperneigung entspannt sich zusätzlich die Rückenmuskulatur.

Bild 3 Dorsalebene Symmetrie dorsal ohne und mit Versorgung: 

Interpretation des Messergebnisses: unter der Versorgung optimiert sich der Beckenwinkel.


Bild 4 Frontalebene Symmetrie Frontal ohne und mit Versorgung:


Interpretation des Messergebnisses: Der Schulterschiefstand rechts ist hier wieder nachweisbar infolge der asymmetrischen Augenkonvergenzstörung des linken Auges. Dadurch weicht er im Oberkörper wieder weiter vom Lot ab.                    

                                             

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